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Sebastian Kurz 2012 in unserer Zeitschrift

Grenzenlose Möglichkeiten: Neue Medien und die Direkte Demokratie

von Sebastian Kurz


Die Lage der Demokratie in Österreich ist alles andere als erfreulich: Politikverdrossenheit, eine stetig sinkende Wahlbeteiligung und wachsende Kluft zwischen Politik und Bevölkerung. Dieser Entwicklung wird seitens der Politik kaum mit Veränderungswillen begegnet, es scheint, als habe man sich schlicht damit abgefunden. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele
Menschen die Motivation verlieren, sich politisch zu engagieren oder auch einfach nur wählen zu gehen, denn ihre Stimme würde ja sowieso nicht gehört werden.

Link zum ganzen Text: http://lechner-forschungsgesellschaft.at/typo3/fileadmin/Sebastian_Kurz_in_unserer_Zeitschrift.pdf


"Nach außen rau, im Innern gütig"

Geschäftsführer Raphael Steiner, Herbert Dachs, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Michael Neureiter beim Rehrl-Bild von Tony Angerer; Bild: Lechner-Forschungsgesellschaft/Daniel Reiter

Landeshauptmann Wilfried Haslauer eröffnete
Ausstellung zum 70. Todestag des ehemaligen Landeshauptmanns Franz Rehrl


Salzburger Landeskorrespondenz, 23.1.2017

(LK)  Die Fotoausstellung zum 70. Todestag des ehemaligen Landeshauptmanns Franz Rehrl wurde heute, Montag, 23. Jänner, im Salzburger Chiemseehof, Foyer Stiege 1, eröffnet. In der Ausstellung mit dem Titel "Nach außen rau, im Innern gütig" sind Bilder aus den Beständen der Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft, des Salzburger Landesarchivs und der Großglockner Hochalpenstraßen AG zu sehen.

Nach der Begrüßung durch Michael Neureiter, Vorsitzender der Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft, hielt Politikwissenschafter Herbert Dachs die Würdigungsrede mit dem Titel "Ein Landeshauptmann in bewegten Zeiten". Eröffnet wurde die Ausstellung anschließend von Landeshauptmann Haslauer, dessen Rede den Titel "Franz Rehrl – eine prägende Persönlichkeit" trug.

"Mit seinem Einsatz für die Errichtung der Gaisbergstraße, der Schmittenhöhebahn und der Großglockner Hochalpenstraße hat Landeshauptmann Franz Rehrl die Entwicklung Salzburgs nachhaltig geprägt", betonte Landeshauptmann Haslauer.

Als "Föderalist, Konsenspolitiker und unternehmerischen Landeshauptmann" bezeichnete Ausstellungs-Organisator Michael Neureiter den am 23. Jänner 1947 verstorbenen Franz Rehrl, der von 1922 bis 1938 Landeshauptmann Salzburgs war. Neureiter verwies auf Rehrls "Distanz zur Heimwehr und zu Engelbert Dollfuß, von 1932 bis 1934 Bundeskanzler, auf Rehrls permanente Versuche, auch zu den Sozialdemokraten Brücken zu bauen, sowie auf Rehrls Impulse zur Belebung der Wirtschaft und insbesondere des Tourismus".

Franz Rehrl wurde 1890 in Salzburg geboren und war von 4. Mai 1922 bis 12. März 1938 Landeshauptmann von Salzburg. In dieser Zeit war er unter anderem für die Errichtung der Gaisbergstraße, der Schmittenhöhebahn und der Großglockner Hochalpenstraße verantwortlich. 1938 wurde er seines Amts als Landeshauptmann enthoben, verhaftet und verwiesen. 1944 wurde er abermals verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert. 1945 kehrte er nach Salzburg zurück, wo er am 23. Jänner 1947 starb.

Ausstellung bis 3. Februar geöffnet

Die Ausstellung "Nach außen rau, im Innern gütig" ist bis 3. Februar 2017 geöffnet, und zwar von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr. Die Charakterisierung Rehrls, "nach außen rau, im Innern gütig", stammt aus dem Nachruf im "Rupertiboten" vom 2. Februar 1947. Zusätzlich zu zahlreichen historischen Aufnahmen wird auch ein knapp zwei Minuten langes Video (siehe Button links oben) über die Erstbefahrung der Großglockner Hochalpenstraße 1934 zu sehen sein.

Weiters arbeitet die Lechner Forschungsgesellschaft an einer Folgeausgabe in der eigenen Zeitschrift "Salzburg. Geschichte und Politik". Diese Ausgabe wird alle Bilder und Texte der Ausstellung, die Würdigungsrede von Herbert Dachs, die Eröffnungsrede von Landeshauptmann Haslauer und besondere Texte Franz Rehrls enthalten. Dazu zählen seine Antrittsrede als Landeshauptmann 1922, die versöhnliche Rede als Bundesratsvorsitzender nach dem Brand des Justizpalasts 1927, sein Rechenschaftsbericht vor der bedeutenden Landtagswahl 1932, die Rede bei der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße 1935 und die Rede bei der Heimkehr aus dem KZ Ravensbrück und dem Gefängnis Moabit 1945.